Wie schafft es eine Website als Quelle in ChatGPT oder Googles KI-Suche?

Eine Quellenangabe lässt sich nicht erzwingen. Laut Google braucht es dafür weder spezielles GEO-Markup noch eine llms.txt-Datei. Entscheidend bleibt, dass eine Seite crawlbar und indexierbar ist und hilfreiche Inhalte bietet.
Für mich ist das ein bisschen wie bei einem konsekutiven Studium, bei dem der Master auf dem Bachelor aufbaut. Genauso baut die Sichtbarkeit als Quelle in Googles KI-Suche auf der klassischen SEO auf. Die KI-Funktionen greifen auf den bestehenden Suchindex sowie Googles normale Ranking- und Qualitätssysteme zurück. Eine Seite muss also zuerst crawlbar, indexiert und für ein Snippet geeignet sein. Erst dann kann sie überhaupt als Quelle berücksichtigt werden.
GEO ersetzt SEO also nicht, sondern führt es weiter. Wer sofort eine `llms.txt`-Datei anlegt, aber die klassischen SEO-Grundlagen überspringt, versucht gewissermaßen, den Master ohne Bachelor zu machen.
Auch für den Inhalt gibt es keinen geheimen Aufbau: Google verlangt weder künstlich winzige Textabschnitte noch eine bestimmte Seitenlänge. Die Struktur soll in erster Linie den Menschen helfen.
Wie sollten Artikel für KI-Suchen aufgebaut sein?
Aus meiner Erfahrung hilft es, Artikel nach dem Frage-Antwort-Prinzip aufzubauen: eine konkrete Frage in der Überschrift, direkt darunter eine klare Antwort. Frage, Antwort. Genau so, wie ich auch bei einer KI suche und meinen Prompt eingebe.
Für mich heißt das nicht, jeden Absatz in ein Mini-FAQ zu verwandeln. Sinnvoll ist die Struktur, wenn Nutzer diese Frage wirklich stellen. Beispiel: „Was kostet eine WordPress-Website?“ Darunter folgt zuerst eine konkrete Preisspanne. Danach erkläre ich Leistungen, Voraussetzungen und mögliche Zusatzkosten.
Funktionieren Listenartikel besonders gut?
Neil Patel verweist auf eine Befragung unter 1.000 Marketingverantwortlichen. Rund 22 Prozent der gemeldeten KI-Zitate entfielen auf Listenartikel. Listen trennen Informationen voneinander und können deshalb leicht erfasst werden. Allerdings bleibt unklar, wie die Befragten ihre KI-Zitate ermittelt haben. Die Zahl ist daher ein Hinweis, kein Beweis.
Was macht einen Inhalt wirklich zitierenswert?
Wer zur Quelle werden möchte, sollte deshalb nicht für LLMs schreiben, sondern eigene Erfahrungen oder selbst analysierte Daten veröffentlichen. Solche Inhalte kann man nämlich nicht so einfach kopieren. Zum Beispiel: ein dokumentierter Test mit konkreten Ausgangswerten, klarer Methodik und ehrlichem Ergebnis, auch wenn das Ergebnis nicht der ursprünglichen Erwartung entspricht. Genau solche Inhalte sind wirklich zitierenswert.
Quellen
NP Digital: Which On-Site Content Types Earn the Most AI Citations?
Google Search Central: Website für generative KI-Funktionen optimieren