Mit welcher Plattform hast du deine Seite gebaut?

„Mit WordPress“, kommt als Antwort. „Nee, ich habe Squarespace benutzt.“ „Und habe viel von Wix gehört.“
Wenn die Website fertig ist, dann kann man umgangssprachlich von Plattformen sprechen, und man versteht, was gemeint ist. Aber wenn man am Anfang steht und seine eigene Website bauen möchte, kann die Bezeichnung „Plattform“ verwirrend sein. So manche Coaches oder Webdesigner erzählen euch, mit welchen Plattformen ihr eure eigene Website bauen könnt!
Hier ist der Unterschied:
WordPress und Joomla sind vom Typ CMS, die eine bestimmte Serverumgebung zum Laufen brauchen. Ein Host stellt diese Serverumgebung zur Verfügung und bietet eine WordPress-Installation an. Die Frage ist: Welcher Host? Ich bin bei Hostinger.
Wix und Jimdo sind vom Typ Baukasten, bei denen das Hosting und die technische Verwaltung vollständig vom Anbieter übernommen werden. Eine eigene Installation ist hier nicht nötig. Auch Squarespace ist ein Baukasten.
Sowohl WordPress als auch einen Baukasten kannst du ohne Programmierkenntnisse nutzen. Allerdings ist bei WordPress mehr Geduld geboten. Der Einstieg in WordPress ist steiler als in einen Baukasten.
Bei einem Website-Baukasten hast du bereits alle Instrumente an einem Ort, nämlich in deinem fertigen Baukasten. Wenn du zum Beispiel eine Schraube festziehen musst, findest du darin verschiedene Schraubenschlüssel, etwa einen großen und einen kleinen. Einer davon wird wahrscheinlich passen.
Bei WordPress musst du dir diesen Baukasten selbst zusammenstellen. Du musst also zuerst zum Baumarkt fahren, dich über die verschiedenen Schraubenschlüsselgrößen informieren und anschließend den passenden Schraubenschlüssel kaufen – oder vorsichtshalber gleich beide, also einen großen und einen kleinen. Danach fährst du nach Hause und kannst die Schraube befestigen.
Der Vorteil von WordPress ist, dass du dir so viele Bauelemente und Werkzeuge holen kannst, wie du brauchst. Dadurch lässt sich deine Website individueller erweitern und an neue Anforderungen anpassen.
Die Werkzeuge bei WordPress sind Themes und Plugins, die du installierst und pflegst. Ja, du musst diese installieren. Die Pflege wird so groß dargestellt, als ob du einen riesigen technischen Background haben müsstest. Dabei laufen viele Updates automatisch ab, sodass du diese Updates, also die Pflege, nicht selbst machen musst.
Was eher viel Zeit kostet, ist, das passende Plugin zu finden. Also der Gang zum Baumarkt und die Qual der Wahl bei den Schraubenschlüsseln im Baumarkt. In der WordPress-Sprache ist es die Qual der Wahl bei den Themes und Plugins.
Beim Website-Baukasten bekommst du einen fertig bestückten Werkzeugkasten. Die wichtigsten Werkzeuge sind bereits enthalten und aufeinander abgestimmt. Das ist bequem, aber du bist auf die vorhandene Auswahl beschränkt.
Ich glaube, hier stehst du eher vor der Qual der Wahl bei den Baukästen. Vergiss nicht: Auch die Hosting-Anbieter haben mittlerweile ihre eigenen Baukästen entwickelt. Also, wie bei Hostinger: Kommst du mit WordPress nicht klar, dann kannst du den Baukasten von Hostinger ausprobieren.
Auch das Bild oben ist eine Plattform zum mündlichen Austausch – oder dachtest du etwa, das wäre einfach nur ein Tisch? Vielleicht eine SpaceX-Station, von der Elon Musk seine Raketen startet? Oder eine Szene aus einem Zukunftsfilm, in dem die KI längst die Oberhand gewonnen hat?